…das bin ich mir wert!

Crowdfunding

Mit der Gründung von PiN gUG soll eine Lücke in unserem Gesundheitsangeboten geschlossen werden. Die Lücke zwischen Krisenintervention und Psychotherapie. Wenn ich beispielsweise einen Unfall erlebe und ein Kriseninterventionsteam für meine psycho-emotionalen Belange zur Seite steht ist das gut, aber die darauf folgenden Wochen und Monate bin ich auf mich selbst und die Unterstützung meines privaten Umfeldes angewiesen. Mein Besuch beim Arzt wird eher medikamentös behandelt und es wird beobachtet, ob, falls es mir nicht gut geht, das von alleine besser wird…. Wenn der Leidensdruck zu gross wird, möglicherweise weil andere Lebensbelastungen hinzu kommen, dann erst gehen Menschen auf die Suche nach einer Psychotherapie, die dann häufig auch über einen längeren Zeitraum notwendig ist.

PiN möchte in diesem Zwischenraum ansetzen und möglichst im ersten Jahr nach dem Erlebten Unterstützung anbieten. Das Ziel ist, das Betroffene nach belastenden Ereignissen (und das sind wir alle irgendwann in unserem Leben) frühzeitig, niedrigschwellig und intensiv Unterstützung erhalten, damit möglichen entstehenden chronischen Erkrankungen schon frühzeitig entgegengewirkt werden kann.

Die erste Zielgruppe für PiN sind Frauen und Familien nach belastenden Geburtserfahrungen. Gerade in Zeiten der Pandemie gibt es hier vermutlich eine hohe Dunkelziffer an Familien die nicht ausreichende Unterstützung erhalten.

Worum geht es in diesem Projekt?

Geburten sind häufig kein Kinderspass. Bisherige Erhebungen zeigen, dass auch viele Gebärende und ihre Partner, sowie die Fachkräfte selbst die Geburt als belastende oder gar traumatische Erfahrung erleben. Wir können davon ausgehen, dass mindestens 35% der Frauen zumindest teilweise die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung zeigen. Gerade mit den Regelungen vieler Krankenhäuser im Namen der Pandemie die Begleitpersonen nicht zuzulassen oder die Frau mit Maske gebären zu lassen erhöht vermutlich deutlich die Belastungssymptomatik. Auch depressive Reaktionen können normale Reaktionen auf ein als „nicht normal“ erlebtes Ereignis sein.
Das hat Auswirkungen für die Mutter, ihre Lebenskraft, ihr Selbstwertgefühl, die Präsenz mit der sie für ihr Kind da sein kann, ihre Bindungsangebote und Angebote zur Selbstregulation des Babys. Für das Kind ist diese frühe Zeit jedoch prägend für das ganze Leben. Auch entstehen oft Schwierigkeiten mit dem Partner, der möglicherweise sogar selbst Betroffen ist, da er der Geburtssituation (teilweise oder auch nicht) beigewohnt hat. Auch Geschwisterkinder sind mitbetroffen. Es gibt viel darüber zu sagen. Auch die Langzeitfolgen durch chronischen Stress, mögliche Folgeerkrankungen, die Auswirkungen auf die soziale Gesellschaft und wirtschaftliche Einbussen sind erwähnenswert.

Mit 35% betroffenen Frauen haben wir jedes Jahr über 200000 Familien, die zum Grossteil keine Unterstützung haben und oftmals auch nicht suchen. Das hat mehrere Gründe. Es braucht zum einen

  • die Feststellung von Belastungswerten (am besten gesammelt mittels Fragebögen)
  • Angebote, die Betroffene tatsächlich unterstützt Belastungssymtome wieder abzubauen
  • Weiterentwicklung eines Netzwerkes für niedrigschwellige, zeitnahe und fokussierte Unterstützungsangebote
  • Ergebnisorientiertes Qualitätsmanagement
  • Öffentlichkeitsarbeit, damit Familien die Zeit und das Geld aufwenden, ihre Lebenskraft zurückzugewinnen

Ein langfristiges Ziel ist es, Kostenträger zu finden für eine Reflexion zur Aufarbeitung von schwierigen Belastungsmomenten unter der Geburt. Am liebsten für alle Frauen und andere beteiligte Personen am Geburtsgeschehen. Auf das unsere Gesellschaft humaner werden möge.

Grundstrukturen dieses Aufbaus bestehen bereits. Es sind Fragebögen online für die Schwangerschaft, nach der Geburt und auch der Fragebogen für stille Geburten wird bald online gehen. Es ist ein erstes kleines Team in der Ausbildung um die PiN-Geburtsnachsorgegespräche zu lernen. Evaluiert werden die Gespräche mittels einem vorher/nachher Fragebogen. Eine erste Interventionsstudie zeigt stark signifikante Effekte für die Reduzierung von Belastungssymptomen und den Zugewinn innerer Kraft.

Mit dem hier gesammelten Geld soll eine gemeinnützige UG, wenn Grundkapital von 50 000 Euro gesammelt werden kann, eine gGmbH gegründet, und Fördermittel beantragt werden.

Dieser PiN gUG oder PiN gGmbH ist es ein Anliegen, die frühe Nachsorge nach belastenden Erlebnissen ergebnisorientiert zu etablieren. Sie füllt eine wichtige Lücke zwischen Krisenintervention und Psychotherapie. Ihr Ziel ist mittels Sekundarprävention weitere Erkrankungen frühzeitig abzuwenden. Die erste Zielgruppe sind Frauen nach Geburten, doch es werden andere Zielgruppen folgen: Betroffene Personen nach Unfällen, Unglücken oder Naturkatastrophen oder Betroffene nach schweren Verlusterlebnissen.

Es wird nicht nur für die Gründung, Satzungserstellung, Notarkosten eine Finanzierung benötigt, sondern auch für eine professionelle Webseiten- (pflege), die Pflege der Fragebögen, Projektplanungen für weitere Forschungen, den Aufbau, Pflege und Tagungen eines Unterstützungsnetzwerkes, Öffentlichkeitsarbeit, Buchhaltung und für die Geschäftsführung.

Sie können gerne hier schon eine finanzielle Unterstützung geben, oder sich in den Crowdfundingbrief eintragen um die nächsten Schritte und den „Startschuss“ nicht zu verpassen.


Mit 6000 Euro Startkapital kann ich in die Gründung der gUG gehen.

Das Crowdfunding wird auf der Seite www.startnext.com angelegt